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Warum eine neue Federgabel?

Die Federgabel, beeinflusst die Performance eines Mountain- , Trekkingbikes oder Rennrad wie kaum ein anderes Anbauteil. Die Federgabel leistet dabei Enormes. Sie nimmt Seiten-, Torsions- und Bremskräfte auf und überträgt die Lenkkräfte über die Laufräder auf die Piste. Neben niedrigerem Gewicht verlangt der Biker nach immer höhere Steifigkeit der Federgabel. Dabei soll die Federgabel sensibel ansprechen, bei kräftigen in die Pedale treten nicht wippen und genügend Dämpfung gegen Durchschläge bieten. Nach dem Kauf lassen sich Steifigkeit und Gewicht einer Federgabel kaum mehr beeinflussen – ganz im Gegensatz zu der Performance, dazu aber später mehr.

Ist die Entscheidung für den Neukauf einer Federgabel gefallen, gilt es zu prüfen, was die neue Federgabel können soll – und was sie auf jeden Fall können muss. Da kaum ein anderes Teil des Bikes beim Zukauf so teuer ist, sollte deshalb eine solche Neuanschaffung gut überlegt sein.

Bei dieser Entscheidung unterstützt sie Federgabel-Test.de

 



Nicht immer passen die eigenen Anforderungen oder die Charakteristik des Bikes zu dem neueste Topmodell eines bestimmten Herstellers. Besonders die Ausstattung der Federgabel verdient Beachtung: Viele hochwertige Modelle sind in den unterschiedlichsten Varianten erhältlich und unterscheiden sich oftmals nur in Details: Lenker-Remote, Höhenverstellung, oder einstellbare Druckstufe sind häufig nur als Option lieferbar.

Jeder sollte, wenn er sich unsicher ist, einmal folgende Frage selbst stellen: Werden überhaupt eventuell vorhandene Features der Federgabel sinnvoll genutzt – oder ist sogar manchmal weniger mehr? Nicht jeder findet Spaß daran am passenden Setup zu feilen und sich dabei mit den aufwendigen Einstelloptionen einer Federgabel auseinanderzusetzen.

Zum Schluss muss die Federgabel auch ins Bike passen. Deshalb sollte eine sorgfältige Prüfung auf Kompatibilität der neuen Federgabel in Bezug auf Einbau- und Steuerrohrmaße sowie Achs- und Bremsbefestigungsstandards erfolgen. Nicht das der Neukauf einer Federgabel noch teure Folgeanschaffungen nach sich zieht.

Federgabel-Test.de zeigt ihnen alle Einbau relevanten Maße weiter unten auf.

 

Macht eine neue Federgabel Sinn?

Wer die Preise von Komplettbikes mit den Neupreisen von Federgabeln vergleicht, wird in vielen Fällen feststellen, dass die Federgabel oft die Hälfte des Fahrrad-Gesamtpreises ausmacht, in manchen Fällen sogar mehr.

Aber wie kann das sein? Ganz einfach, die Bike-Hersteller, kaufen riesige Mengen an Federgabeln zu Sonderkonditionen, die deutlich unter den offiziellen Verkaufspreisen für Endkunden liegen.Das bedeutet im Umkehrschluss, wer große Stückzahlen abnimmt, zahlt weniger. Dies erklärt, warum ein Bike bei Neukauf immer günstiger zu haben ist, als die daran verbauten Komponenten im Einzelkauf. Und das erklärt auch, warum der Kauf einer neuen Federgabel nicht unbedingt wirtschaftlich sinnvoll ist.

Der Kaufwert einer neuen Federgabel übersteigt oft den Zeitwert so manchen Bikes mitunter beträchtlich. Dann lohnt es sich abzuwägen, ob es tatsächlich die Federgabel der neueste Generation eines bestimmten Herstellers sein muss. Oder man sich durch die Entscheidung für ein Vorjahresmodell eine Menge Geld spart. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, die Preise sorgfältig zu vergleichen. Durch die Benutzung der verschiedenen Filter hilft ihnen Federgabel-Test.de dabei.

Dennoch sollte nur der wirtschaftliche Aspekt nicht allein den Ausschlag geben. Wer bereits einmal erfahren durfte, wie nachhaltig eine Top Federgabel die Performance eines älteren Bikes verändern und verbessern kann, sieht die Neuanschaffung einer Federgabel mit ganz anderen Augen. Zumal, wenn es darum geht, ein ganz besonderes Schätzchen wieder fit für die nächsten Saisons zu machen.

Wie aber lässt sich feststellen, ob die alte Federgabel noch einen ordentlichen Dienst leistet? Am besten im direkten Vergleich mit einer neuen, etwa bei der nächsten Tour mit den anderen Bikern oder beim Bikeladen des Vertrauens! Denn wer jahrelang auf dem gleichen Rad unterwegs ist, gewöhnt sich an bestimmte Eigenheiten, sich einschleichende Performance-Verluste der Federelemente fällt dann kaum auf.Voraussetzung für einen aussagekräftigen Vergleich ist nicht nur die optimal eingestellte alte Federgabel, sondern auch die neue Federgabel muss optimal eingestellt sein! Achten Sie auf ein korrektes Setup, nur so holen Sie das Optimum aus jeder Federgabel raus! Auch ein eventuell fälliger Gabelservice reicht oft schon aus, um ein völlig neues Fahrgefühl zu erreichen. Eine frisch gewartete Federgabel spricht viel feiner an und funktioniert wieder sensibler. Sollten sie dennoch Führung und Präzision auf dem Parcours vermissen? Dann wird der Einbau einer neuen Federgabel Abhilfe schaffen.In Sachen Gewicht und Steifigkeit hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel getan: Selbst leichte Race-Gabeln bieten inzwischen gute Steifigkeitswerte . Selbst Ferdergabeln deutlich unter der Zwei-Kilo-Grenze, mit einem Federweg um 160 mm inklusive Absenkmöglichkeit sind keine Seltenheit mehr. Auch sollten die eigenen Fahreigenschaften, sowie Gewohnheiten zur Performance der neuen Federgabel passen.

 

Was sollte eine neue Federgabel können

Federweg: Die neue Gabel muss zum und ins Bike passen. Sollten Sie sich mehr Federweg als mit der alten Federgabel wünschen, dann sollten sie die Herstellerfreigaben für den jeweiligen Rahmen prüfen. Eine Erhöhung um 10 bis 20 mm sind oft problemlos realisierbar. Viele Hersteller verbauen auch Federgabel mit unterschiedlichem Hub im gleichen Rahmen.

Lockout und Plattform: Über den Luftdruck lässt sich die Federhärte an jeder Luftfedergabel auf das Gewicht des Fahrers abstimmen. Standard ist auch bei allen höherwertigen Modellen eine einstellbare Zugstufe. An Luftfedergabeln ebenfalls meist vorhanden ist ein Lockout. Das ist eine zuschaltbare Blockiermöglichkeit, die das Einfedern, je nach Ausführung, mehr oder minder komplett verhindert. Sinnvoll ist der Lockout für alle, die häufig auf gut ausgebauten Wegen, auf Asphalt sowie im Wiegetritt fahren. Ebenfalls hilft eine einstellbare Plattformdämpfung um Wippen zu unterbinden, dabei wird die Federgabel aber nicht komplett blockiert.

Lockout oder Plattform? Wenigstens einer der beiden Wippunterdrücker ist aber in jedem Bike empfehlenswert, das nicht überwiegend als Down­hiller gefahren wird. In vielen Federgabelmodellen sind sogar beide Systeme verbaut.

Federwegsverstellung: Eine Absenkfunktion zur Reduzierung des Federwegs ist bei Gabeln ab 120 mm sinnvoll, an steilen Anstiegen hilft sie mehr Druck auf den Vorderreifen zu bringen. Abhängig vom Gabelhersteller erfolgt die Absenkung stufenlos oder gerastert in Stufen.

Lenkerfernbedienung (Remote): Wer Federwegsverstellung oder Lockout häufig nutzt, sollte die Variante mit Fernbedienung nutzen. Dies is ein riesiger Gewinn für Fahrkomfort und Sicherheit ist, da der Biker in unwegsamen Gelände immer beide Hände am Lenker hat.

Druckstufe: Eine regelbare Druckstufendämpfung, die die Einfedergeschwindigkeit bestimmt ist ebenfalls empfehlenswert. Das ist sinnvoll, um die Performance etwa beim Springen (Highspeed) zu verbessern.

 

Worauf sie beim Kauf achten sollten

 

Einbaulänge: Die Einbauhöhe der Federgabel hängt maßgeblich von deren Federweg ab. Doch auch innerhalb einer Federwegskategorie gibt es Unterschiede. Wer die gewohnte Geometrie seines Bikes nicht verändern möchte, sollte das Maß der ursprünglich verbauten Federgabel bei der Neuanschaffung kennen und berücksichtigen. Gemessen wird von der Oberkante der Gabelkrone bis zur Achsmitte.

Schaftrohrdurchmesser: Er wird in Zoll angegeben und beträgt bei den meisten Bikes 1 1/8 Zoll. 1,5-Zoll-Schaftrohre sind bei abfahrtsorientierten Bikes gängig. Immer beliebter werden Bikes mit Steuerrohren für konische Gabelschäfte mit 1 1/8 Zoll oben und 1,5 Zoll unten. Eine Gabel mit 1,5-Schaftrohr passt nicht in Steuerrohre, die für 1 1/8 ausgelegt sind. Für den umgekehrten Fall gibt es Reduziersteuersätze im Fachhandel.

Reifenfreiheit: Wer breite Reifen mit mehr als 2,25″ aufziehen möchte, sollte unbedingt die Reifenfreiheit beachten. Herstellerangaben helfen leider nur bedingt weiter, da Baubreite und -höhe vieler Reifen deutlich von den Nominalmaßen abweichen. das Reifenvolumen hängt auch von der verwendete Felge ab. Im Zweifelsfall vor der ersten Fahrt prüfen, ob genügend Reifenfreiheit vorhanden ist. Denn ein Reifen, der beim Einfedern an die Gabelkrone stößt, kann böse Stürze verursachen.

Achs-Standards: Noch vor kurzem waren Steckachs-Systeme in Race- oder Tourengabeln kein Thema. Inzwischen kommen auch solche Federgabeln immer häufiger mit 15 mm oder 20 mm Steckachse . Sollen in der neuen Federgabel weiterhin die vorhandenen Laufräder zum Einsatz kommen, lohnt es sich, eine dazu passende Gabel zu kaufen. Oder im Vorfeld prüfen, ob es Nabenumbaukits vom jeweiligen Laufrad-/Naben-Hersteller gibt.

Scheibenbremsbefestigung: Postmount oder IS 2000? Für Scheibenbremsen und deren Befestigung an der Gabel existieren zwei unterschiedliche Standards. Postmount-Sockel gibt‘s außerdem noch in drei unterschiedlichen Maßen (PM 6″, 7″ und 8″), die eine Direktbefestigung von PM-Bremsen je nach Scheibengröße erlauben. Grundsätzlich lassen sich alle Bremsen über entsprechende Adapter an jeden Sockel adaptieren. Welcher das ist, hängt von dem Bremssattel, dem Gabelsockel und der eingebauten Bremsscheibengröße ab.